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SV Waldhof Mannheim 07
 
 
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Die Mannschaft

     

Rudi Leutwein

Position Persönliche Daten Nationalität
Abwehr geb. 05.09.1934 in Mannheim Deutscher

Frühere Stationen:

1949 - 1952 SVW-Jugend
1952 - 1955 1.Amateurmannschaft SVW

Spiele für SVW:

  Ligaspiele Pokalspiele sonst. Spiele Gesamt Auswahlspiele
Saison Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore  
1954 / 1955 3 0              
1955 / 1956 32 0              
1956 / 1957 15 0              
1957 / 1958 2 0              
Gesamt  52 0              

Weitere Stationen:

1957 - 1961 verletzungsbedingte Pause
1961 - 1963 Harmonia Waldhof
1963 - Februar 1969 SV Waldhof III (Modl-Mannschaf) + AH

 

Das aktuelle Interview anläßlich des 70.Geburtstages:

Waldhof-Archiv: Etwa ein Jahr nach dem "Wunder von Bern" debutierten Sie als 20-jähriger in der ersten Mannschaft des SV Waldhof. Welche Fußballer waren für Sie damals die "Helden" bzw. Vorbilder und wo haben Sie seinerzeit das Finale gesehen ? 

Rudi Leutwein: Die komplette 54-er Mannschaft hat mich fasziniert. Das war schon etwas ganz besonderes, was diese Kameraden erreicht hatten. Meine Mannschaftskameraden und ich haben uns damals schon morgens um 10 Uhr im SVW-Clubhaus getroffen und uns dieses Endspiel zusammen angeschaut.

 

Waldhof-Archiv: Was waren damals Ihre eigenen sportlichen Ziele ?  

Rudi Leutwein: Jeder von uns wollte immer nur in der ersten Liga-Mannschaft spielen. Das war für jeden jungen Fußballer das Größte.  

Waldhof-Archiv: Sie spielten damals mit Waldhof-Größen wie (den leider schon verstorbenen) Ludwig "Gimbel" Günderoth, Fritz Rößling oder auch Kurt Kobberger zusammen. Zu welchen lebenden "Zeitzeugen" gibt es heute eigentlich noch Kontakte ?  

Rudi Leutwein: Kontakte gibt es eigentlich kaum noch. Gelegentlich begegnet man sich bei gesellschaftlichen Veranstaltungen oder auch manchmal - aber eher selten - bei heutigen Ligaspielen des SVW.

 

Waldhof-Archiv: Welche Spiele waren für Sie die absoluten Highlights, welche weniger ?  

Rudi Leutwein: Die Derbys gegen den VfR Mannheim waren immer die Höhepunkte der Saison. Aber auch das Freundschaftsspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern mit den Walter-Brüdern (im Jahre 1955, Ergebnis 3:2 für den SVW, die Red.) oder gegen den "Club" aus Nürnberg (am 30.06.1957, 4:8 für Nürnberg, die Red.) bleiben stets in Erinnerung. Deprimierend dagegen war die damalige 0:8-Niederlage in Freiburg gegen den FC (am 04.03.1956, die höchste Nachkriegsniederlage, die Red.).

 

Waldhof-Archiv: Im Jahre 1957 mußten Sie verletzungsbedingt Ihre Karriere beenden. Was war passiert ?  

Rudi Leutwein: In einem Spiel in der Ersatzliga zog ich mir eine Knieverletzung zu, die mich zwang, mit dem Fußball kürzer zu treten.

 

Waldhof-Archiv: Was hat sich für Sie in 50 Jahren Fußball-Sport am wesentlichsten verändert ?  

Rudi Leutwein: Die Kameradschaft von damals gibt es heute in dieser Form nicht mehr. Man ging nach den Spielen beispielsweise noch regelmäßig gemeinsam zu Vereins-Veranstaltungen oder fuhr in den Ferien gar zusammen in den Urlaub. Auch die damalige wahre Lust am Fußballspiel war ausgeprägter. Man freute sich nach der Arbeit noch vor dem Trainer auf den Trainingsplatz zu kommen, um Fußball spielen zu können.

 

Waldhof-Archiv: Wie sehen Sie im allgemeinen die heutige "Neuzeit" des Fußballs ?  

Rudi Leutwein: Die Unsummen an Geldern, die in alle Richtungen fließen, hat vieles verändert. Auch die heutigen Spielsysteme sind nicht mehr so ausgeprägt wie früher. Alles dreht sich nur noch ausschließlich um den Erfolg - koste es was es wolle.

 

Waldhof-Archiv: Zurück zum SV Waldhof, wie haben Sie in den letzten Jahrzehnten die Entwicklung des SVW gesehen ?  

Rudi Leutwein: Es war eine schlimme Zeit, die man miterleben musste. Aber daran lässt sich nichts mehr ändern, der Blick muss nach vorne gehen.

 

Waldhof-Archiv: Wie verfolgen Sie heute den Weg des SVW ?

Rudi Leutwein: Wenn es die Zeit erlaubt, besuche ich regelmäßig zusammen mit meiner Tochter die Heimspiele.

 

Waldhof-Archiv: Was erwarten Sie für die Zukunft ?  

Rudi Leutwein: In ein paar Jahren geht es hoffentlich wieder bergauf. Ob es in dieser Saison schon reicht, glaube ich eher weniger. Schön wäre es, wenn wieder einmal einige Jugendspieler den Sprung nach oben schaffen würden und wir am Ende der Saison in der Tabelle vor dem VfR Mannheim landen.

 

© waldhof-archiv.de, 26.8.04 (Webmaster Thorsten)

   
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